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Heimat
"Heimat" - Photoprojekt

"Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl!"

(Herbert Grönemeyer)

Als historisches Dokument und photokünstlerische Annäherung.

"Unsere Heimat ist der Mensch; ihm vor allem gehört unsere Treue."

Max Frisch (1911 - 1991), Schweizer Dramatiker und Erzähler

Das Projekt

Die heiße Diskussion, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist oder nicht, hat an ihrer Intensität nichts verloren. Millionen Menschen, die nach Deutschland zugezogen, oder hier geboren sind und sich als InländerInnen fühlen, werden aufgrund einiger Gesetze als AusländerInnen bezeichnet. Die Aufenthaltsdauer der Migranten, aus welchem Grund auch immer, verlängert sich unweigerlich.

Der Photograph sieht seine Aufgabe darin, unabhängig von der aktuellen Diskussion, das Leben so zu fotografieren, dass es für die Geschichte des Staates ein bestimmtes Merkmal bedeutet. Ob wir wollen oder nicht, mit ihrem Aufenthalt schreiben die Emigranten und ihre Angehörigen diese Geschichte mit.

Wie im übrigen Teil der Welt, dass Deutschland sich auch in einer Bewegung befindet, ist kein Geheimnis. Diese grundsätzlichen Veränderungen beeinflussen auch die Menschen. Diese Veränderungen sind nicht nur im Aussehen der Menschen festzustellen, sondern auch in ihrer eigenen Psyche.

Diese Ausstellung soll wie unten aufgelistet, den gesellschaftlich bestimmten und beruflich charakterisierten Menschen darstellen. Dies soll das Hauptmerkmal dieser Ausstellung sein. Mit etwa einhundert und/oder einhundertfünfzig solcher Portraits soll diese Ausstellung mit Bildern von Menschen, die BetrachterInnen faszinieren. Das Lebensgefühl und die Lebenssituation der Photographierten (Zuwanderer) soll eine Sozialgeschichte unserer Zeit für die kommenden Generationen festhalten. Somit eine wichtige Aufgabe das historische Gedächtnis Deutschlands zu etablieren.

Um es noch mal zu unterstreichen, soll dies ein phototographisches Protokoll der Geschichte sein. Bekannterweise wird, wenn die Geschichte verinnerlicht wird, sich auch die persönliche Entwicklung des Einzelnen zum Positiven wenden. Deshalb wird darauf Wert gelegt, diese Menschen, so wie sie sind, in ihrem beruflichen und sozialen Kontext zu photographieren.

Der selbstbewusste, in der festen sozialen Rolle der Portraitierten begründete Blick, soll auch eine Gegenbewegung angesichts der permanenten Bedrohung des Menschen, die sich in den Bildmedien unserer Tage nur allzu deutlich spiegelt, sein. Die ausgestellten Photographien sollen das Menschenbild als das schlichtweg "humanere" zeigen. Der Anspruch ist, dass die Bilder eine sich so grundlegend wandelnde Epoche skizzieren.

Die Summe dieser Arbeiten soll durchaus einen Einblick in unsere Zeit vermitteln, ja, jedes einzelne Werk soll sich als ein Dokument erweisen, das die Epoche des beginnenden 21. Jahrhunderts, spiegelt. Kurz gesagt: Menschen des 21. Jahrhunderts.

Skizze des Projektes:

Der Photograph kann jedoch nur einen Teil dieser Geschichte festhalten, um kommenden Generationen etwas Visuelles aufzuzeigen, das sie selbst nie erleben knnen. Umso präziser wird deshalb porträtiert, um den abgebildeten Personen Luft zu lassen, sich zu entfalten. Schließlich ist jeder abgebildete Mensch ein Mosaikstein, der entscheidend zum Gesamtbild beiträgt.

Es werden keine schnappschussartigen Bilder gemacht, sondern die gleichsam aus ihren gesellschaftlichen Kontexten heraus entwickelte Situation festgehalten. Während der Schnappschuss ein Leben stiehlt, das er nie zurückgeben kann, sollen die von Mehmet Ünal gemachten Aufnahmen Zeitbelichtung eines Lebens ausmachen.

Absicht dieses Projekts ist, die umgebende soziale Realität zu protokollieren. Diese Photos sollen Sozialportraits sein. Sie sollen ihre Epoche, sich selbst repräsentieren, aber keineswegs zu bloßen Klischees oder Stereotypen erstarren. Im Gegensatz zu dem der Malerei ist das Medium Photographie der Wahrheit, dem authentischen Abbild der Wirklichkeit verpflichtet, das durch sie den Menschen und der Nachwelt vermittelt werden soll. Genaues Hinsehen bedeutet, ein analytischer Blick, der sich folgerichtig auch der Analyse der Gesellschaft zuwendet.

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